Veröffentlichung Die Auswirkungen von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung, die von Mobiltelefonen ausgesendet wird, auf die Histologie der Ohrspeicheldrüse bei Ratten – eine experimentelle Studie

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Veröffentlichung - Gesundheit

Matei LI, Neag MA, Mocan LP, Suflețel RT, Cuțaș A, Onofrei MM, Gherman LM, Armencea G, Mihu C, Ilea A, Mihu CM, Bordea IR, Inchingolo F, Dipalma G, Melincovici CS.

In dieser Studie untersuchten die Forscher die möglichen Auswirkungen der Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF), die von Mobiltelefonen ausgesendet werden, auf die Ohrspeicheldrüse. Die Ohrspeicheldrüse ist eine Speicheldrüse, die sich direkt vor dem Ohr nur wenige Millimeter unter der Haut befindet. Es handelt sich um eine Drüse, die sich beim Telefonieren sehr nahe am Telefon befindet und eine wichtige Rolle bei der Speichelproduktion spielt.

Zu diesem Zweck führten die Forscher eine experimentelle Studie an Ratten durch. Sie bildeten zwei Gruppen von jeweils 13 Ratten, von denen eine Gruppe 30 Tage lang zwei Stunden pro Tag RF-EMF ausgesetzt war und die andere Gruppe zwei Stunden pro Tag, jedoch über einen längeren Zeitraum von 60 Tagen, ausgesetzt war. Sie stellten auch eine Kontrollgruppe zusammen, d. h. eine Gruppe, die keiner HF-EMF ausgesetzt war. Diese Gruppe bestand dagegen nur aus 4 Ratten.

Um die Ratten RF-EMF auszusetzen, setzten die Forscher sie in eine Plastikbox mit einem Mobiltelefon im Anrufmodus direkt neben ihrem Kopf. Das Telefon befand sich weniger als 5 mm vom Halsbereich entfernt, um eine Situation mit einem menschlichen Gespräch so realistisch wie möglich nachzustellen.

Nach der Expositionszeit (30 oder 60 Tage) untersuchten die Forscher das Gewebe der Ohrspeicheldrüse und das umliegende Gewebe unter dem Mikroskop. Die Forscher suchten auch nach Mikronuklei, kleinen Strukturen, die in Zellen vorkommen und Indikatoren für DNA-Schäden sind. Diese Tests wurden an Zellen aus dem Mund mit Hilfe eines speziellen Farbstoffs, Feulgen, durchgeführt, der die DNA färbt, um diese Mikronuklei sichtbar zu machen. DNA enthält genetisches Material. Es ermöglicht die richtige Entwicklung und das ordnungsgemäße Funktionieren unseres Organismus.

Die Ergebnisse zeigten signifikante Veränderungen in der Ohrspeicheldrüse und den umliegenden Geweben bei exponierten Ratten im Vergleich zur Kontrollgruppe. Beispielsweise eine Zellwucherung, die zu Veränderungen im Mund- und Halsbereich führen kann, wie Gewebeverdickung, vermehrte Narbenbildung und Blutansammlungen. Diese Auswirkungen waren bei Ratten, die über einen längeren Zeitraum (60 Tage) exponiert waren, ausgeprägter.

Diese Studie weist erhebliche Einschränkungen auf, und die Forscher haben verschiedene Qualitätskriterien nicht eingehalten. Erstens bestand das System, mit dem Ratten einer Mobilfunkstrahlung ausgesetzt wurden, aus einem Mobiltelefon, was für genaue Tests ungeeignet ist, da es unmöglich ist, die tatsächliche Exposition der Tiere zu ermitteln, da diese von vielen Parametern abhängt (Antennenstandort, Art der Gespräche usw.). Außerdem wurden die Tests nicht blind durchgeführt. Diese Bedingung ist wichtig, weil sie bedeutet, dass die Forscher nicht wissen, welche Tiere HF-EMF ausgesetzt sind oder nicht, um jeglichen Einfluss auf die Ergebnisse, auch unbeabsichtigt, zu vermeiden. Die Informationen, die über die Kontrollgruppe bereitgestellt wurden, reichten nicht aus, um festzustellen, ob es sich um eine Scheingruppe handelte: Diese Bedingung erfordert, dass die nicht exponierten Tiere unter denselben Bedingungen wie die exponierten Tiere gestellt werden, jedoch ohne tatsächliche Exposition (die Tiere werden beispielsweise unter denselben Bedingungen in dieselben Käfige gestellt, aber mit dem Expositionssystem ausgeschaltet). Dies sorgt dafür, dass ein etwaiger Unterschied zwischen den zwei Gruppen der Exposition und nicht einem anderen Parameter innerhalb der Testumgebung, der zwischen den zwei Gruppen unterschiedlich wäre, zuzuschreiben ist. Die Temperatur wurde während der verschiedenen Expositionen nicht kontrolliert, daher können wir nicht ausschließen, dass die von den Forschern beobachteten Auswirkungen auf einen Temperaturanstieg zurückzuführen sind. Schließlich bestand die Kontrollgruppe aus einer sehr geringen Anzahl von Tieren, was es unmöglich machte, zuverlässige Vergleiche zwischen exponierten und nicht exponierten Gruppen zu erstellen, da die beobachteten Unterschiede (oder deren Abwesenheit) einfach auf Zufall zurückzuführen sein könnten.

Aufgrund der methodischen Einschränkungen dieser Studie sollten die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden. Sie weisen auf mögliche Auswirkungen von EMF durch Telefone hin, stellen jedoch keine Gefahr für die menschliche Gesundheit fest. Um diese Beobachtungen zu bestätigen, sind gründlichere Untersuchungen nach besser kontrollierten Protokollen und mit größeren Stichproben erforderlich.