Veröffentlichung Der Einfluss von reproduktiven und Lebensstilfaktoren auf den Anti-Müller-Hormonspiegel bei Frauen indischer Abstammung

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Veröffentlichung - Gesundheit

Quelle via Pubmed

Banerjee K. et al.

In dieser wissenschaftlichen Studie wurden Faktoren untersucht, die die Konzentrationen vom Anti-Müller-Hormon (AMH) bei Frauen indischer Abstammung beeinflussen können, was ein wichtiger Indikator für die ovarielle Reserve und die Fruchtbarkeit ist. Unfruchtbarkeit ist ein weltweites Problem, das bei vielen Frauen auftritt. Daher ist es wichtig, diese Faktoren zu verstehen, um die Fruchtbarkeitsbehandlungen zu verbessern.

Die Forscher sammelten Daten von sieben Kinderwunschzentren in Nordindien und baten Frauen, die dort behandelt wurden, Fragebogen zu ihren reproduktiven und Lebensstilfaktoren auszufüllen. Anschließend untersuchten sie den AMH-Spiegel im Blut der Frauen und beurteilten, ob er als normal oder niedrig angesehen wurde.

Die Ergebnisse zeigten, dass niedrige AMH-Spiegel mit zunehmendem Alter, kurzen Menstruationszyklen, Amenorrhö (Ausbleiben der Menstruation) und Frauen mit einer Familienanamnese vorzeitiger Menopause assoziiert waren. Andererseits waren hohe AMH-Spiegel mit Frauen mit dem polyzystischem Ovarialsyndrom, das häufig durch mangelnde Ovulation gekennzeichnet ist und Frauen, deren Partner keine fruchtbaren Samenzellen im Sperma hatten, assoziiert. Interessanterweise fanden die Forscher keinen Zusammenhang zwischen AMH-Werten und Faktoren wie Rauchen, Schlaf, Diät, Body-Mass-Index und der Nutzung von Handys oder Laptops.

Obwohl in dieser Studie Handys, Laptops oder elektromagnetische Felder nicht als primäre Quelle der (Un)Fruchtbarkeit betrachtet werden und vielmehr eine Vielzahl möglicher Ursachen untersucht werden, haben wir sie zur Information aufgenommen. Es muss bemerkt werden, dass diese Studie einige methodische Mängel aufweist. So stützen sich die Forscher zum Beispiel hauptsächlich auf selbst gemeldete Daten. Selbst gemeldete Daten unterliegen immer bestimmten Formen von Bias, z. B. Erinnerungsverzerrungen, bei denen bestimmte Verhaltensweisen falsch in Erinnerung bleiben oder überschätzt/unterschätzt werden oder kulturellem Bias, wobei bestimmte Antworten kulturell stärker akzeptiert werden. Es ist von grundlegender Bedeutung, diese Verzerrung bei dieser Art von Studien so weit wie möglich zu begrenzen. Es ist unklar, ob dies hier geschehen ist.

Diese Ergebnisse tragen zu unserem Verständnis der Fruchtbarkeit bei Frauen indischer Abstammung bei und können bei der Verbesserung der Fruchtbarkeitsbehandlung und der Identifizierung von Risikofaktoren für eine beeinträchtigte Fruchtbarkeit nützlich sein.