Im Hochfrequenzbereich können nur niederfrequente Wellen die inneren Organe wie das Gehirn erreichen.
Die Funksignale, die wir seit Jahrzehnten nutzen (FM-Rundfunk, 2G-4G, WLAN, ...), deren Frequenz von einigen hundert Kilohertz bis zu mehreren Gigahertz reicht (die niedrigeren Frequenzbänder – die 700-MHz- und 3,6-GHz-Bänder, bekannt als FR1), dringen einige Zentimeter in unseren Körper ein, bevor sie abgeschwächt werden; sie können also innere Organe wie das Gehirn erreichen.
Die Studien zur FR1 haben bei den üblichen Expositionswerten keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen nachgewiesen. In den höheren Frequenzen, beispielsweise in den Frequenzen des 5G-FR2, nimmt die Energie schnell ab, was bedeutet, dass vor allem die äußeren Organe, insbesondere die Haut und die Augen, exponiert sind. Für das FR2-Band von 5G konzentriert sich die Forschung logischerweise auf die Haut und die Augen, da diese Frequenzen nicht tiefer in den Körper eindringen. Bislang liegen keine Daten vor, die auf besorgniserregende Auswirkungen auf die Gesundheit hindeuten.
Es sei auch darauf hingewiesen, dass die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) bei ihrer Überprüfung der Expositionsgrenzwerte im Jahr 2020 diese neuen Frequenzen berücksichtigt und Sicherheitsfaktoren verwendet hat, um den Schutz vor möglichen gesundheitsschädlichen Auswirkungen zu gewährleisten. Die im Rahmen der Einführung von 5G gemessenen Expositionswerte liegen weit unter diesen Grenzwerten.